VW Bus T4

Schon lange wollte ich einen haben, den ersten Anlauf unternahm ich 1994, als ich einen 112 PS – T3er probegefahren habe, mich aber dann dagegen entschieden habe, da ich das Geld für den Kauf zwar gehabt hätte, aber das für den mir vorschwebenden Umbau dann nicht mehr. Dann habe ich einen Bus für längere Zeit aus den Augen verloren, aber irgendwann war es wieder soweit, dass ich mir einen kaufen wollte und als mir im September 2006 die finanziellen Mittel zur Verfügung standen, habe ich zugeschlagen und mir den abgebildeten Bus zugelegt.

 

In gekauftem Zustand konnte er natürlich nicht bleiben und so fing ich sofort an, ihn mir nach meinen Vorstellungen zu verändern.

  

Hier ein paar Bilder von unterwegs

           

Folgende Veränderungen sind durchgeführt worden:

– H&R Federn und Bilstein B6 Gasdruck-Stoßdämpfer
– 245/45 -18 Reifen auf Schmidt Space 8,5 x 18 ET 45 Felgen
– Blaupunkt MP3 Radio mit 80GB Festplatte, Axton CAC 2.6 Lausprecher und Aktivsubwoofer
– geänderte runde Rückleuchten (RSL-Style)
– Kühlergrill ohne VW-Emblem
– Ölthermometer
– K&N Luftfilter
– selbstgebauter Küchenblock
– lederbezogenes Lenkrad neuer Schaltknauf
– selbstangefertigte schwarze Fensterverdunklungen
– Herausnehmbare 230 V Stromversorgung und fest installiertes 230V Ladegerät für die Zweitbatterie
– umgeschweisster und restaurierter Handwerkerdachgepäckträger
– Vorrichtung für Motorradtransport

Schon vorhanden war die Fenstertönung, eine funkfernbedienbare Zentralverriegelung und eine Anhängerkupplung.

An Zubehör wurden folgende Dinge angeschafft:
– Heckfahrradträger
– Dachbox [Thule Jetbag]
– Vordach
– Vorzelt [Reimo Tour Action]
– Kühlbox [Waeco CAB 40]

Bastelstunde

Kabelverlegung und Einbau der neuen Anlage und des Ölthermometers

 

Fahrwerk vorne und hinten

Küchenblock

Hier eine kleine Bilderreihe von meinem Küchenblockbau. Das Holz ist 19mm MDF und die Teile habe ich mir komplett bei diesem Ebay-Shop gekauft.

             

VW Bus T4 Stromversorgung

 Mein Bus war schon mit einer Zweitbatterie ausgestattet, was sehr praktisch ist. Damit sich diese bei längeren Campingaufenthalten nicht sofort komplett entlädt, ich bequem auch mal einen größeren Verbraucher wie z.B. einen 12 V Wasserkocher anschließen kann und ich die Möglichkeit habe im Bus 230 V nutzen zu können, habe ich folgenden Umbau gemacht:

– 230 V Anschluss über eine in das Belüftungsblech integrierte Aussensteckdose (hat den Vorteil, dass keine 230 V Leitungen fest im Auto verlegt sind und es z.B. für den TÜV komplett entfernt werden kann.
– kompakte selbstangefertigte Kleinverteilung mit 16 A Sicherung, Fi-Stromschutzschalter und 2 inegrierten Klappdeckelsteckdosen
– fest (unter dem Sitz vor der Zweitbatterie) eingebautes Batterieladegerät
– 3 unter dem Sitz angebrachte 12 V Steckdosen. Eine für den Küchenblock (originale Dose eigentlich für die Multivan-Kühlbox gedacht) und 2 mit extra großen Leitungs-Querschnitten für große Belastungen wie z.B ein 12 V Wasserkocher und eine Kühlbox.
– 3 Schalter am Sitz, zwei um die beiden stärker belastbaren 12 V Steckdosen zu schalten und der dritte um das Laden bei eingestecktem 230 V Anschluss ein- und ausschalten zu können.

    

Motorradtransport

 Da ich selbst Motorradfahrer bin, wollte ich natürlich die Möglichkeit haben, ein Motorrad sicher mit meinem Bus transportieren zu können. Das dafür die hintere Sitzbank und der Küchenblock raus muss, war ja klar, doch irgendwie musste so ein Moped im Buss fest verzurrt werden können. Also besorte ich mir bei VW Nutzfahrzeuge Zurrösen (die waren wirklich Schweineteuer, ich meine irgendwas um die 30 Euro für 2 Stück) und befestigte diese mit an der unteren Gurthalteschraube an der B-Säule. Hinten benutzte ich jeweils 2 Kettenglieder und schraubte diese mit einer neuen längeren Schraube unter die Schlafsitzbankhalterungen (siehe Bild). So hatte ich 4 Befestigungspunkte für Spanngurte, dass sollte genügen. Auf einer anschließenden Motorradabholfahrt zm Bodensse konnten wir das System testen und alles klappte tadellos.

   

Dachgepäckträger

 Von einem Kumpel habe ich ein alten Handwerker-Dachgepäckträger (diesen Riesenteile mit den Stiebel Eltron Werbetafeln) organisieren können. Dieser war in der Ausgangsform natürlich viel zu groß und in nicht gerade gutem Zustand. Es musste also einiges getan werden.

Zum einen wollte ich nur einen, der die halbe Buslänge einnimmt und zum anderen war die Reling mit den Werbetafeln viel zu hoch. Also habe ich ihn kurzerhand auseinandergeflext und in verkleinerter Form wieder zusammenschweissen lassen. Dabei musste ich alle Kurvenstücke auseinanderflexen um ihn mit gleichem Radius, aber kleineren Abständen wieder zusammenzusetzen. Um etwas mehr Stabilität hereinzubekommen und bei den Anpassarbeiten sehen zu können ob alles passt, habe ich mir dünnere Eisenrohre besorgt (so dass sie in das Rohr des Dachgepäckträgers passen), in kleine Stücke gesägt und die zu schweissenden Stellen damit schon mal zusammengesteckt. Danach wurde die Steckstelle mit etwas Klebeband fixiert. So wurden keine Teile verwechselt und man sah langam den fertigen Träger. Zum Schweissen wurde dann immer nur entsprechendes Klebeband entfernt und die Nahtstelle zugeschweisst.
Anschließend wurden die Halterungen zerlegt, alles komplett entrostet und mit Hammarit lackiert. Alle Schrauben und Muttern wurden gegen neue ausgetauscht und die Gummis der Dachauflagen wurden erneuert.